(Sunday, 28. September 2008) Geschrieben von Tolga
Sie waren die einzige europäische Band auf dem G8-Gipfel in Japan und keiner hat es gemerkt...
Zitat aus dem 45-Minuten-Dokumentarfilm, Cedo (Sänger): "Und dann ist bei denen Schluss. Die gehen auch in Reihe und Glied.
Wir waren ja auch vor 6 bis 8 Wochen in Hannover
und haben uns da getroffen mit 2 Japanern von der linken Szene. Und die
sagten das auch ganz klar. [..] Wir haben so letztens Filme gesehen.
Das ist wie die Lämmer zur Schlachtbank führen. Die lassen sich dann
schön
durchprügeln und... dann gehen die fein wieder nach Hause."
http://www.paderboring.de <- Hier gibt es mehr Informationen
erstmal wollte ich euch http://www.yigg.de und http://politblog.net/
empfehlen, was beides "social news systems" sind, also
Medienplattformen unabhängig von großen Medienmonopolen. Jeder kann bei
den "social news systems" Beiträge über politische Themen schreiben
(Bei Yigg findet man aber leider fast bis zu 30% Spiegel- und Focusartikel und
wem Spiegel gehört, könnt ihr euch ja denken oder wisst es vielleicht
:-))
Hintergründe zum EU Reformvertrag findet ihr hier: Link (Evtl. sind Studierendenproteste fast garnix dagegen, es wird demnächst wohl eine unangenehme Zeit auf uns und unseren Nachbarländern in den verschiedensten Lebensbereiche zukommen...)
politblog.net hat nen super Radiobeitrag zum Thema
"Europäische Integration" und "Der EU Reformvertrag" erstellt. Da wird
Prof. Karl Albrecht Schachtschneider interviewed, der auch damals schon
wegen der Europäischen Verfassung geklagt hatte. Der Beitrag ist zwar
lang, aber empfehlenswert, vielleicht lassen sich darin auch Ideen für
den einen und anderen politischen Film finden. (http://911.achilles-os.de/pony/sendung_2007_12_13.mp3)
Inhaltliche Themen in dem Radiobeitrag:
# Scheinlegitimität des Europäischen Parlaments
# Entdemokratisierung durch Europäische Integration
# Die Macht der Kommission (Diktatur der Bürokraten)
# Die Macht des Europäischen Gerichtshofes
# Die Macht der Welthandelsordnung
# Der Unterschied des Europäischen Reformvertrags zur EU Verfassung,
die ja damals nicht durchkam (übrigends auch angeblich wegen
Deutschland nicht)
(Thursday, 18. October 2007) Geschrieben von mondstern
Neue Westfälische
17.10.2007
Die Stadt warnt vor Schadstoffen / Sozialdemokraten fordern die Kommune zum Gespräch mit den Hausbesetzern auf
Paderborn.
Die Diskussionen um das besetzte Haus an der Bahnhofstraße gehen
weiter. Gestern meldeten sich sowohl die Stadt als auch die SPD mit
Stellungnahmen zu Wort.
Die Stadt Paderborn warnt erneut vor möglichen Gefährdungen beim
Betreten des Gebäudes an der Bahnhofstraße 31. Das Haus sei mit
Schadstoffen wie Asbest, polyzyklischen aromatischen
Kohlenwasserstoffen (PAK), künstlichen Mineralfasern und
polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet und weder zum Wohnen noch für
Versammlungen und Konzerte geeignet.
"Um in dieser Hinsicht, insbesondere aber auch über mögliche
Brandgefahren und weitere bauordnungsrechtliche Gesichtspunkte,
Klarheit zu bekommen, hatten am 11. Oktober vormittags und abends
Vertreter des Bauordnungsamtes, des Amtes für Gebäudemanagement, des
Ordnungsamtes sowie der Feuerwehr versucht, Zutritt in das Gebäude zu
bekommen. Ihnen war das jedoch verwehrt worden. Die angetroffenen
Besetzer wurden eingehend über die Schadstoffproblematik aufgeklärt",
erläutert die Stadt in einer Mitteilung und betont, dass sie als
Eigentümer verpflichtet sei, auf diese Gefahren hinzuweisen und
mögliche Besucher zu schützen. Sowohl auf die strafrechtlichen Folgen
als auch ausdrücklich auf haftungsrechtliche Konsequenzen, die aus dem
Verhalten der Besetzer entstehen können, weist die Stadt hin.
"Verantwortliches Handeln kann nicht einfach räumen und platt machen bedeuten"
Erneut wird appelliert, das Gebäude "unverzüglich zu räumen". Die Stadt
habe entsprechende Strafanträge gestellt. Eine umgehende Räumung sei
erforderlich, um die Abrissarbeiten durchführen zu können.
Nicht ganz so dringlich scheint diese indes für die SPD zu sein. "Es
gibt offenkundig seit Jahren Jugendliche und junge Erwachsene in
unserer Stadt, die sich durch die vorhandenen Freizeitangebote
soziokultureller Art nicht angesprochen fühlen. Eine aufmerksame und
vorausschauende Jugendpolitik muss das zur Kenntnis nehmen. Für den
Umgang mit den Hausbesetzern an der Bahnhofstraße bedeutet das: die
Verwaltung ist aufgefordert, mit dieser Gruppe über die inhaltlichen
und organisatorischen Vorstellungen des von ihnen geforderten autonomen
soziokulturellen Zentrums zu sprechen und Möglichkeiten der
Hilfestellung zu prüfen", appellieren die Sozialdemokraten in einer
Stellungnahme, unterschreiben vom Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes,
Martin Pantke, und dem Vize-Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion, Franjo
Henze. Beide waren, wie auch andere SPD-Mitglieder, zu Gesprächen mit
den Besetzern vor Ort, um sich zu informieren.
Detlef Nacke, Mitglied des Jugendhilfeausschusses, erinnerte an die vor
Jahren geführte Diskussion um ein so genanntes freies Kulturzentrum,
das Jugendliche in der alten Feuerwache an der Florianstraße errichten
wollten. Damals habe sich die SPD vergeblich dafür eingesetzt, die
Forderungen junger Menschen ernsthaft zu prüfen.
"In anderen Städten wie Bielefeld oder Detmold gibt es inzwischen
solche autonome Zentren, wie es damals und jetzt auch wieder in
Paderborn gefordert wird. Es wäre falsch, sich unter Hinweis auf das
gesetzwidrige Verhalten der Hausbesetzer dem Gespräch zu entziehen. Das
Problem wäre nicht gelöst, sondern unterdrückt", betonen die
Sozialdemokraten.
Die SPD betont, dass nicht zuletzt Schadstoffbelastung sowie
unzureichende Sicherheitsvorkehrungen zu verantwortlichem Handeln
aufforderten. Angesichts jugendlicher Besetzer und Besucher sei das
doppelt gebote: "Verantwortliches Handeln kann aber nicht einfach
'räumen und platt machen' bedeuten, sondern fordert die
Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Jugendlichen und die
ernsthafte Suche nach einer Realisierungsmöglichkeit für das
angestrebte autonome Zentrum."
Kommentar:
Kommentar: In Paderborn scheint ja so einiges schief
zulaufen. So frage ich mich zum Beispiel wieso die Stadt ein angeblich
hochbelastetes Gebäude von der Bahn AG gekauft hat um es dann mit dem Geld
aller Bürger wieder abzureißen und die Schadstoffe teuer zu entsorgen!?
Was ist mit der Aussage der Sadt siehe Paderborner
Kreiszeitung / Neue Westfälische, 13./14.10.2007
"Im Vorfeld des Abrisses seien umfangreiche Vorarbeiten
nötig, da asbesthaltige Materialien verarbeitet worden seien."
Viel offene Fragen und keine Antwort seitens der
Verantwortlichen!!
In einem Gespräch mit den Besetzern erfuhr ich, dass von Seiten
des Bauamtes, was den Abriss angeht keinerlei Gefahrenstoffe erwähnt worden
seien. In einem Gespräch der Regionalpolitiker der SPD wo ich persönlich
anwesend war (als Besucher) gab sich einer der Gesprächsuchenden als
Mitarbeiter der Baubehörde aus, der keinerlei Informationen über Belastungen im
Gebäude vorlägen!? Wenn es sich um Asbesthaltiges Material handelt käme ja
eigentlich nur die Überdachung der Lagerhalle in Frage nicht das besetzte
Gebäude selbst.
Wie soll ein Abriss überhaupt vonstatten gehen wo doch die
Fahrleitungsmasten in die Halle quasi mit eingebaut sind? - merkwürdig das auch
von der regionalen Presse da keine Aufklärung betrieben wird!
(Tuesday, 2. October 2007) Geschrieben von mondstern
Trotz den Drohungen von Seiten
der Stadt wollen die Besetzer des ehemaligen Cargo-Gebäudes (bahnhofstr. 31 gegenüber der Kulturwerkstatt) weiterhin
ausharren. Strom, Wasser und Heizung gibt es nicht, die Verantwortlichen der
Stadt Paderborn verweigern eine Gesprächaufnahme und drohen mit Anzeige und
Räumung.
Die Stimmung ist weiterhin
positiv die Solidarität mit den Besetzern groß. Auch in der unmittelbaren
Nachbarschaft stößt die Besetzung auf Zustimmung, da auch dort die Meinung
vorherrscht, dass es genug Parkmöglichkeiten gibt.
Die Besetzer ihrerseits versuchen
mit kulturellem Angebot und Informationsveranstaltungen auf ihre Lage
aufmerksam zu machen.
So wird es auch heute Abend voraussichtlich
dort eine Band spielen und Besucher sind herzlich willkommen um sich vor Ort zu
informieren.
(Monday, 1. October 2007) Geschrieben von mondstern
Gestern war mein erster Besuch im besetzten Haus.
Beeindruckend viel Arbeit, die bis jetzt in der kurzen
Zeit! investiert worden ist, um das Gebäude (Bahnhofstr. 31)so herzurichten,
dass die Besetzer darin eine Weile aushalten können. Die erste Band „Raffzahn“
(Punk) spielte gestern auf. Zu improvisierten Klängen stieg die Stimmung und am
Rand ergaben sich interessante Gespräche mit den Besetzern. Dabei erfuhr ich u.
A. die längere Vorgeschichte. Es gab schon seit langem Verhandlungen mit dem
Eigentümer des Gebäudes, um es für die Einrichtung eines alternativen
Kulturzentrums nutzbar zu machen. Diese Gespräche verliefen jedoch nicht sehr
erfolgreich, da der Besitzer vorhatte das Grundstück als Parkfläche zu nutzen.
In Anbetracht der in der Bahnhofstraße vorhandenen Parkmöglichkeiten erscheint
mir dies jedoch lediglich ein Vorwand zu sein. Für Paderborn ist das Entstehen
einer alternativen Subkultur sicherlich eine Bereicherung und damit
wünschenswert. Es bleibt abzuwarten, ob die und wie die offizielle Seite auf
die Verhandlungsbereitschaft der Besetzer reagiert. Diese können jedenfalls
schon mit einem Nutzungskonzept aufwarten. Von meiner Seite wünsche ich ihnen
vor allem Durchhaltevermögen.
Und bevor ich es vergesse Geldspenden und Spenden
in Form von Hygieneartikeln, Getränken und Decken sowie Schlafmöglichkeiten
sind immer willkommen.
Die Internetseite ist unter http://www.rabatz.org/
zu erreichen - leider noch offline
(Sunday, 30. September 2007) Geschrieben von mondstern
Seit Sonntag, dem 30.9.07, 1:00 Uhr ist in
Paderborn das Rabatz besetzt. Es wird ein Freiraum in Paderborn für
Kunst, Kultur und Politik. Das neue autonome Kulturzentrum befindet
sich an der Bahnhofstraße gegenüber der städtisch, kapitalistischen
Kulturwerkstatt.
Bereits im
Jahre 2005 gründete sich eine freie Kulturgruppe mit dem Ziel, einen
Freiraum für unterschiedliche Kultur zu schaffen. Seit der Zeit wurde
versucht, das alte Cargogebäude, das bereits im städtischen Besitz ist,
über den offiziellen Weg bis zur anderweitigen Verwendung zu nutzen.
Dies wurde immer wieder mit der Begründung abgelehnt, dass an diesem
Ort noch mehr Parkflächen entstehen sollen. Bei den ersten
Verhandlungen wurde von Seiten der Stadt behauptet, dass das Gebäude
bis Herbst 2005 abgerissen werden wird. Auch eine Unterschriftenliste
mit mehreren tausend Zustimmungen wurde ignoriert, obwohl seitens der
Kulturbeauftragten der Stadt Paderborn ein Mangel an kulturellen
Einrichtungen zugegeben wurde.
Nun
ist der 30.9.07 und es reicht! Das Gebäude wurde heute Nacht von der
Kulturgruppe „Rabatz“ in Kooperation mit den Punkern des 575 besetzt.
Das
Rabatz bietet nun Raum für nichtkommerzielle Konzerte. Bereits heute
Abend spielen „Näxt Generation turbt“ und in den kommenden Tagen werden
weitere Bands wie z.B. „RAFzahn“ und „tom sawya“ erwartet. Wenn Ihr uns
mit Eurer Musik unterstützen wollt, meldet Euch.
Wir brauchen
dringend Unterstützung. Kommt vorbei und bringt Sofas, Schlafsäcke,
Tabak und Klopapier mit. Und vor allem, kommt schnell und zahlreich.
Weitere Infos und Kontaktadresse unter: www.rabatz.org